Impfung gegen Grippe ausdrücklich empfohlen

Veröffentlicht am 16.01.24

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Die Grippeschutzimpfung ist in der kalten Jahreszeit wieder Thema. Das RKI empfiehlt Schwangeren, sich impfen zu lassen. Zum einen ist bei ihnen das Risiko für schwere Verläufe erhöht, zum anderen gelangen die Antikörper über die Plazenta zum Fötus und sorgen so für einen Nestschutz des Ungeborenen. Dieser Nestschutz ist bereits bei anderen Infektionskrankheiten (Keuchhusten, Covid-19) gut untersucht. Für die Influenza fehlten bisher Daten aus wohlhabenden Ländern. Doch zwei aktuelle Studien aus den USA und Kanada schließen nun diese Lücke. Es handelt sich in beiden Fällen um testnegative Fall-Kontroll-Studien. Dabei werden an Influenza erkrankte Patientinnen* mit Patientinnen* verglichen, die zwar ähnliche Symptome hatten, aber deren Test für Krankheit negativ ausfiel. Ergebnis: In der US-amerikanischen Studie wurden Wirksamkeiten der Impfung teilweise über 50 Prozent ermittelt. Ist die Mutter gegen Influenza geimpft, reduziert sich das Risiko für einen Krankenhausaufenthalt des Kindes deutlich. Die höchste Wirksamkeit wurde bei Kindern unter drei Monaten ermittelt und wenn die Mutter im dritten Trimenon die Imfpung erhielt. Die kanadische Studie mit deutlich höheren Fallzahlen bestätigt die Wirksamkeit mit Werten von über 60 Prozent.

Quellen: JAMA Network und The Journal of Infectious Diseases