Aufgepasst bei der Medikamentenauswahl

Veröffentlicht am 18.07.22

Mit Depressionen schwanger zu sein, ist per se eine andersgeartete Herausforderung als unter den üblichen Umständen. Unter anderem sollte das Augenmerk in diesem Fall auf einer angepassten Medikation liegen. Forschende analysierten anhand von Daten von Behandlungsdaten von über 20.000 Kanadierinnen, ob und welche Antidepressiva in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Schwangerschaftsdiabetes stehen. Und tatsächlich war bei bestimmten Medikamenten die Wahrscheinlichkeit erhöht, an einem Gestationsdiabetes zu erkranken. Dies betraf allen voran die Wirkstoffe Venlaflaxin und Amitriptylin. Aber nicht nur bestimmte Arzneien, auch die Dauer der medikamentösen Behandlung wirkte sich auf das Risiko für diese Schwangerschaftskomplikationen aus. Daher empfehlen die Autorinnen* der Studie, sehr sorgfältig auf die Medikation der Antidepressiva zu achten.

Hier geht’s zur Studie: BMJ Open