Lösen Antiepileptika Autismus aus?

Veröffentlicht am 31.05.24

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Eine US-amerikanische Studie wollte herausfinden, ob das Risiko für Autismus-Spektrum-Störungen bei Kindern erhöht ist, wenn deren Mutter während der Schwangerschaft Medikamente gegen Epilepsie einnahm. Mithilfe zweier medizinischer Datenbanken konnten die Forschenden entsprechende Informationen von über vier Millionen Kindern auswerten, von denen rund 210.000 aus Schwangerschaften mit Antiepileptikum-Therapie hervorgingen. Das Team nahm drei Wirkstoffe in den Blick: Lamotrigin, Topiramat, Valproat. Für die ersten beiden Wirkstoffe konnte kein erhöhtes Risiko festgestellt werden. Erhalten Schwangere jedoch Valproat, weisen deren Kinder ein um 2,67, also mehr als doppelt erhöhtes Risiko auf, an einer Autismus-Spektrum-Störung zu erkranken. Bereits in früheren Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Valproat in Zusammenhang mit Entwicklungsstörungen des Nervensystems von Kindern steht. Daher sollte Frauen im gebärfähigen Alter dieses Mittel nicht mehr verschrieben werden.

Quelle: N Engl J Med | doi: 10.1056/NEJMoa2309359