Bluttest auf Trisomien kann abgerechnet werden

Veröffentlicht am 01.07.22

Nicht-invasive Pränataltests auf die Trisomien 13, 18 und 21 sollen keine Selbstzahlleistung mehr sein, sondern werden von den gesetzlichen Krankenkassen getragen. Das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) 2019 beschlossen. Ziel war es, invasive Tests wie etwa eine Fruchtwasseruntersuchung zu vermeiden. Das führte und führt zu heftigen Diskussionen im Hinblick auf einen befürchteten Anstieg von Schwangerschaftsabbrüchen. Die NIPT werden daher nicht allen Schwangeren empfohlen. Sie sind nur Kassenleistung, wenn Gynäkologin und Schwangere beide überzeugt sind, dass die Untersuchung notwendig ist. Ab heute, dem 01. Juli, können Ärztinnen* nun also diese Leistungen bei den Krankenkassen abrechnen. Dafür wurden drei neue Gebührenordnungspositionen in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen, u.a. zur Beratung vor Durchführung des Bluttests.