Belastete Mütter stillen seltener

Veröffentlicht am 03.01.23

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Das Netzwerk Gesund ins Leben untersuchte in einer qualitativen Analyse den Zusammenhang zwischen der Stillquote und dem sozialen Status. Das Ergebnis: Frauen, die sich in materiell oder psychosozial belasteten Lebenslagen befinden, stillen seltener als Frauen mit höherem sozialen Status. Auch die KiGGS-Studie bestätigt dies: 21 Prozent der Mütter mit einfacher Bildung stillen ihre Kinder vier Monate lang ausschließlich. Demgegenüber stehen die Mütter mit mittlerer und höherer Bildung. Hier beträgt die Stillquote bei vier Monaten 35 bzw. 50 Prozent. Die Ursachen dafür konnten nicht ermittelt werden. Jedoch gaben bei der Befragung die sich in belastenden Situationen befindlichen Mütter an, dass sie negative Stillerfahrungen gemacht haben. Zudem wurden kaum Angebote zur Stillvorbereitung wahrgenommen und es fehlte an Vorbildern sowie Unterstützerinnen*. Daher plädiert das Netzwerk für eine stärkere öffentliche und mediale Präsenz des Stillens sowie für eine möglichst frühe und umfassende Stillberatung.

Quelle: Stillförderung bei Müttern in belasteten Lebenslagen