Zahlen zur Reproduktionsmedizin
Veröffentlicht am 13.01.26

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Statistisch gesehen sitzen in jeder Schulklasse in Deutschland ein bis zwei Kinder, die mithilfe reproduktionsmedizinischer Maßnahmen entstanden sind. Seit 1997 wurden 433.858 Kinder nach Kinderwunschbehandlung geboren. Das zeigen Daten des IVF-Registers, das jährlich die Zahlen der Kinderwunschbehandlungen auswertet. Danach wurden seit 1997 über 2,6 Millionen Behandlungen durchgeführt, allein 134.281 Behandlungszyklen im Jahr 2024. Die Schwangerschaftsraten liegen bei etwa 30 Prozent. Die Daten stammen aus 139 Kinderwunschzentren. Die Geburtenrate pro Embryotransfer lag 2023 bei 22,5 Prozent und damit stabil gegenüber dem Vorjahr. Gesunken sind die Frühgeburtenrate und der Anteil an Mehrlingen. Waren 2017 noch 22 Prozent aller Geburten nach künstlicher Befruchtung Mehrlingsgeburten, lag der Anteil 2023 bei nur noch 9 Prozent. Entscheidende für den Erfolg der Reproduktionsmedizin sei laut Bericht das Alter der Mutter. Unterzieht sich diese in ihren Dreißiger Jahren einer Kinderwunschbehandlung, liegen die Chancen für eine Schwangerschaft bei knapp 40 Prozent und die Geburtenrate bei 31 Prozent. In den Vierzigern sinken die Chancen deutlich auf 17 Prozent für eine Schwangerschaft und nicht einmal zehn Prozent für eine Geburt. Weiterhin interessant: Die Behandlungen mit Spendersamen nehmen zu. Waren es 2018 noch 1.129 Behandlungen, stieg die Zahl 2023 auf 3.177 Fälle. Gründe sind unter anderem die Inanspruchnahme durch lesbische Paare und Solomütter. Aber auch die Spermienqualität spielt eine Rolle, denn die Ursache für Kinderlosigkeit ist in mehr als der Hälfte der Fälle beim Mann angesiedelt.
Quelle: Jahrbuch Deutsches IVF-Register