Fettes fördert Fettleibigkeit

Veröffentlicht am 09.01.26

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Dass Schwangere auf ihre Ernährung achten sollten, um eine bestmögliche Entwicklung des Kindes zu unterstützen, ist bekannt. Nun haben Forschende des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung im Mäuseversuch herausgefunden, dass bereits der Geruch fettigen Essens Auswirkungen auf den Nachwuchs hat. Aber der Reihe nach: Die Forschenden gaben schwangeren Mäusen gesunde, fettarme Nahrung, die jedoch mit fettigen Gerüchen angereichert war, z. B. von Speck. Bei den Müttern stellte man keine Veränderungen fest. Jedoch entdeckte man bei den Nachkommen, dass diese stärker auf Fettreiches reagierten. Des Weiteren entwickelten sie stärkeres Übergewicht und eine Insulinresistenz. Nicht nur beim Stoffwechsel, auch im Gehirn der Mäusekinder ließen sich Veränderungen feststellen. Das Belohnungssystem und bestimmte Neuronen, die den Stoffwechsel förderten, reagierten anders auf fettreiche Nahrung, nämlich so wie Gehirne von übergewichtigen Mäusen. Ob diese Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, bleibt offen.

Quelle: Nature Metabolism