Schutz vor Depression

Veröffentlicht am 09.02.26

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Die gesundheitlichen Vorteile des Stillens sind hinlänglich bekannt: weniger Allergien, verringertes Krebs- und Diabetesrisiko, eine optimale Ernährung des Kindes uvm. Zudem kann Stillen vor postpartaler Depression bewahren. Irische Forschende befragten zu diesem Zusammenhang 168 Mütter nach der Geburt und noch einmal zehn Jahre später. Die Teilnehmerinnen waren am Ende der Befragung durchschnittlich 42,2 Jahre alt. 122 (72,6 %) von ihnen hatten gestillt. Die durchschnittliche Stilldauer lag bei 30,5 Wochen. Während dieser zehn Jahre erhielten 35 der befragten Frauen (20,8 %) die Diagnose Depression oder Angststörung. Am Ende des Studienzeitraums stand die Diagnose noch bei 22 Teilnehmerinnen (13,1 %). Die Betroffenen waren im Schnitt jünger und weniger körperlich aktiv. Zudem stellte sich heraus, dass sie weniger bzw. kürzer gestillt hatten. Überhaupt zu stillen, kumulatives Stillen und längeres ausschließliches Stillen verringerte das Risiko, Depressionen oder Angststörungen zu entwickeln. Konkret: jede weitere Woche, in der gestillt wurde, reduzierte das Risiko um zwei Prozent. Die Studienergebnisse weisen jedoch Einschränkungen auf, zum einen aufgrund der geringen Teilnehmerinnenzahl und der Homogenität an Befragten. Zum anderen ist nicht berücksichtigt, wie vorhergehende psychische Erkrankungen Auswirkungen auf den Stillerfolg haben können.

Quelle: British Medical Journal