Erfolgsmodell Gemeindehebamme
Veröffentlicht am 01.04.26

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In Großbritannien werden Schwangere durch eine Gemeindehebamme betreut. Sie ist die erste Ansprechpartnerin* und führt Vorsorgeuntersuchungen durch. Die Betreuung ist in Teams organisiert. Dies unterstützt das Ziel des National Health Service (NHS), die Versorgung weg von den Kliniken stärker an den Wohnort zu verlagern. Eine britische Studie zeigt nun einen positiven Effekt dieses Modells. Ein Forschungsteam analysierte Daten von 6.600 Schwangeren mit vergleichbarem Frühgeburtsrisiko. 5.300 von ihnen bekamen die Standardversorgung, 1.300 der Schwangeren wurden durch eine Gemeindehebamme betreut. Im Ergebnis lag das Risiko für eine Frühgeburt bei 8,4 Prozent ohne Hebammenbegleitung, während die Gruppe mit Hebammenbetreuung ein Risiko von 4,6 Prozent aufwies. Das entspricht einem um 45 Prozent verringerten Risiko für eine Frühgeburt (von der 37. SSW) bei kontinuierlicher Inanspruchnahme einer Hebamme.
Quelle: BJOG: An International Journal of Obstetrics & Gynaecology Save