Die Suche nach dem Spermium

Veröffentlicht am 20.03.26

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Unfruchtbarkeit ist weit verbreitet, etwa jede sechste Person ist laut WHO im Laufe ihres Lebens davon betroffen. So auch ein amerikanisches Paar, das 19 Jahre lang vergeblich versuchte schwanger zu werden, sowohl mithilfe von Operationen als auch künstlicher Befruchtung. Der Erfolg kam schließlich mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz (KI), einem System namens STAR (Sperm Tracking an Recovery System). Die Ursache der Unfruchtbarkeit lag in diesem Fall beim Mann, dessen Ejakulat keine Spermien enthält. Also ließ man STAR eine Probe untersuchen. Das KI-System sichtete in zwei Stunden ganze 2,5 Millionen Mikroskop-Bilder und entdeckte tatsächlich zwei bewegliche Spermien. Diese wurden isoliert und in Eizellen eingesetzt. Nach zwei Wochen war der Schwangerschaftstest positiv. Jedoch ist zu beachten, dass es sich hier um einen Einzelfall handelt und keinerlei Daten zu Geburten oder genetischen Risiken vorliegen. Größere klinische Studien wollen diese Wissenslücke nun füllen.

Quelle: The Lancet