Gebildete Eltern fördern Kinder stärker
veröffentlicht am 18.03.26

© ME-Image/shutterstock
Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) wertete in einer Studie aus, wie viel Zeit Eltern mit ihren Kindern in den ersten Lebensjahren verbringen und setzte dies ins Verhältnis zu Bildung und Einkommen. Hat mindestens ein Elternteil einen Hochschulabschluss, so verbringen diese im Schnitt 37 Minuten mehr Zeit pro Tag in den ersten fünf Lebensjahren ihrer Kinder. Das entspricht zehn Prozent zusätzlicher Förderung außerhalb von vorschulischen Bildungseinrichtungen. In den ersten drei Lebensjahren dominiert die Versorgung der Grundbedürfnisse. Danach wird die Zeit mit gemeinsamen Aktivitäten gefüllt. Auch hier zeigt sich ein Bildungsunterschied: Eltern mit höherem Bildungsgrad investieren 20 Minuten mehr Zeit in gemeinsame Gespräche oder Vorlesen. Betrachte man dazu das Einkommen, so zeigt sich, dass Eltern mit höherem Einkommen mehr Geld in die Förderung ihrer Kinder investieren, etwa für Bücher, Sport und musikalische Aktivitäten – im Schnitt 40 €. Das BiB plädiert für eine frühzeitige Unterstützung der Eltern bei Bildungsinvestitionen, um dieser Ungleichheit zu begegnen.
Quellen: F.A.Z. | BiB