Wenn sich der Kinderwunsch nicht erfüllt

Veröffentlicht am 21.04.26

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Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) untersuchte Daten des Familienpanels pairfam und betrachtete dabei reproduktive Erfahrungen von Frauen unter dem Gesichtspunkt der Fertilitätsbarrieren. Damit sind zum einen Fehlgeburten bzw. Schwangerschaftsverluste gemeint, zum anderen Infertilität, also Probleme beim Einsetzen einer Schwangerschaft. In die Studie flossen Daten von 1.862 Befragten aus drei Geburtskohorten ein, die über zehn Jahre lang begleitet wurden. Von Infertilität waren laut eigenen Aussagen etwa 28 Prozent der Frauen betroffen. Weitere 9 Prozent erlitten eine oder mehrere Fehlgeburten. Die Zahlen zeigen, dass jede dritte Frau Fertilitätsbarrieren erlebt. Das Risiko dafür steigt mit dem Alter, so haben 47 Prozent der Frauen ab 35 Jahren laut Befragung bereits mit Fertilitätsbarrieren zu kämpfen gehabt. Neben biologischen Faktoren wie dem Alter sollte man laut Studienautorinnen jedoch nicht strukturelle Hindernisse aus den Augen verlieren, etwa die Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit. Demnach gibt es planbare und unplanbare Faktoren, die die Familiengründung beeinflussen.

Quelle: BiB.Aktuell