Niedrigschwellige Angebote
Veröffentlicht am 20.05.26

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Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) befragte Familien und Kommunen, in denen ein Willkommensbesuch angeboten wird, wenn ein Neugeborenes im Haushalt begrüßt wird. Von 564 Kommunen setzen 60 Prozent dieses Angebot im Rahmen der Frühen Hilfen um. Die Familien erhalten neben einem kleinen Geschenk Informationsmaterialien sowie Hinweise auf lokale Unterstützungsangebote. Zudem können die Eltern Fragen stellen und bei Bedarf weitergehende Hilfen erhalten. 2024 boten Kommunen in Deutschland 934 Familien solche Willkommensbesuche an, 518 Besuche wurden umgesetzt. Über 90 Prozent der befragten Eltern waren zufrieden oder sehr zufrieden und zwei Drittel würden den Willkommensbesuch weiterempfehlen. Rund 84 Prozent der Eltern waren der Auffassung, durch den Besuch einen guten Überblick über die Angebote vor Ort erhalten zu haben. Circa 70 Prozent der Eltern hatten nach dem Willkommensbesuch das Gefühl, dass Familien der Kommune wichtig sind. Eine wichtige Hürde kann der Willkommensbesuch abbauen: Über 80 Prozent der befragten Eltern gaben an, dass der Besuch gut vermitteln konnte, dass es völlig in Ordnung ist, Hilfe anzunehmen und sich Unterstützung zu suchen. Es werden vorrangig Familien- und Stadtteilzentren, Eltern-Kind-Gruppen und Kurse für Eltern vermittelt. Aber auch das Geschenk war für 40 Prozent eine Motivation, den Besuch wahrzunehmen.
Hier sind die zentralen Ergebnisse der Befragung zusammengefasst: NZFH Faktenblatt Willkomensbesuche