Neuer Höchststand

Veröffentlicht am 02.06.26

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Seit der Wiedervereinigung hat sich der Anteil an Sectios in Deutschland verdoppelt. Wurden 1991 noch 15 Prozent der Kinder per Kaiserschnitt geboren, waren es 2024 bereits 33 Prozent. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts. Damit erreicht die Sectiorate einen neuen Höchststand. Nach diesen Angaben fanden 2024 654.600 Geburten in Kliniken statt. 60,1 Prozent der Schwangeren gebaren vaginal. 215.900 Kinder und damit jedes dritte Neugeborene erblickten per Kaiserschnitt das Licht der Welt. Vaginal-operative Geburten machen nur einen kleinen Anteil aus. Bei 6,7 Prozent der Geburten wurde eine Saugglocke eingesetzt, bei 0,2 Prozent eine Geburtszange. Den hohen Anteil an Sectios betrachtet der Deutsche Hebammenverband (DHV) mit Sorge. Andrea Köbke, Beirätin für den Angestelltenbereich, führt diese Entwicklung darauf zurück, dass ein Großteil der Schwangeren als risikoschwanger eingestuft wird. Sie verweist auf skandinavische Länder, in denen Gebären grundsätzlich als physiologischer Prozess verstanden wird und wo die Sectioraten bei 20 Prozent (Schweden) bzw. 16,5 Prozent (Dänemark) liegen.