Forschungsempfehlungen
veröffentlicht am 31.08.26

© Swen Reichhold/DHV
Die Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft (DGHWi) hat gemeinsam mit dem Hebammenwissenschaftlichen Fachbereichstag (HWFT) einen Forschungsrahmen zur Ausrichtung der Hebammenwissenschaft für die Jahre 2026 bis 2036 erarbeitet. In der Forschungsagenda sind Empfehlungen für wissenschaftliche Untersuchung sowie dazu notwendige Rahmenbedingungen genannt. Für die Entwicklung der Forschungsagenda wurden 217 hebammenwissenschaftliche Publikation ausgewertet, um die verwendeten Methoden zu ermitteln und etwaige Forschungslücken zu identifizieren. Im Ergebnis sei die hebammenwissenschaftliche Forschungslandschaft zwar thematisch breit aufgestellt, aber fragmentiert. Zudem ist sie methodisch unausgewogen, die Mehrzahl der analysierten Arbeiten waren explorative und deskriptive Studien. Die nun erarbeitete Forschungsagenda umfasst sieben Bereiche bzw. Forderungen:
- gesellschaftliche Relevanz der reproduktiven Lebensphase
- eigener Theorie- und Methodenkanon
- Transdisziplinarität
- Weiterentwicklung der geburtshilflichen Versorgung
- Erforschung globaler und gesellschaftlicher Entwicklungen
- Internationale Zusammenarbeit
- nachhaltige Forschungs- und Förderstrukturen