Schutz vor Ansteckungen schützt auch geistige Gesundheit

veröffentlicht am 05.11.26

© SNeG17/shutterstock

Schwedische Forschende analysierten Daten von 3,7 Millionen Menschen, die zwischen 1987 und 2021 geboren wurden. Im Fokus standen sogenannte TORCH-Infektionen. Dazu zählen Syphilis, Toxoplasmose, Herpesviren, Röteln und der Zytomegalievirus (CMV). Diese können die Plazenta überwinden und bereits während der Schwangerschaft Schaden im Gehirn des Ungeborenen anrichten. Das Forschungsteam identifizierte 975 Menschen mit TORCH-Infektionen und verfolgte deren gesundheitliche Entwicklung über 30 Jahre lang. Das Ergebnis: Kinder mit TORCH-Infektionen entwickeln im späteren Leben etwa dreimal so häufig Autismus und weisen ein bis zu 30fach erhöhtes Risiko für geistige Behinderungen auf. Auch wenn keine der Diagnosen gestellt wurde, zeigten 420 der untersuchten Betroffenen schlechtere Schulleistungen. Für die Forschenden ein Hinweis auf subtilere kognitive Beeinträchtigungen. Daher betonen sie die Bedeutung von Präventionsstrategien, u.a. gezielte Screenings, flächendeckende Impfprogramme sowie frühzeitige Behandlungen bei Verdacht auf eine der Infektionen.

Quelle: Euronews