Schutz für den Darm
veröffentlicht am 02.11.26

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Die vielen positiven gesundheitlichen Auswirkungen von ausschließlichem Stillen sind gut belegt. Nun haben spanische Forschende offenbar ein weiteres Argument pro Stillen entdeckt. In einer Studie unter Leitung des spanischen Forschungsrats CSIC wurden 57 Stuhlproben von Babys aus Valencia untersucht, die gerade einen Monat alt waren. Hinzu kamen Daten von 199 gestillten Babys aus den Niederlanden. Der interessante Befund: Wurden die Säuglinge ausschließlich gestillt, verringerten sich Häufigkeit und Vielfalt von Genen, die antimikrobielle Resistenzen vermitteln. Dies lässt sich im Darm nachweisen. Eine mögliche Erklärung könnte die humanen Milch-Oligosaccharide (HMO) betreffen. Sie kommen natürlicherweise in Muttermilch vor, können aber vom Baby nicht verdaut werden. HMOs fungieren aber als Nahrung für nützliche Darmbakterien. Eine so geförderte ausgeglichene Darmflora steht in Zusammenhang mit nur wenigen mit Antibiotikaresistenzen assoziierten Genen. So liefert die Studie einen weiteren gesundheitlichen Vorteil und Argumente für mehr Stillförderung.