Übergabe zur Umsetzung

veröffentlicht am 26.06.26

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Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat zu drei Projekten Transferbeschlüsse gefasst, darunter NEO-Milk. Dieses Forschungsprojekt unter Federführung der Uniklinik Köln hatte zum Ziel, Frühgeborenen den Zugang zu Spenderinnenmilch zu ermöglichen. Zunächst wurde dazu der Status quo bezüglich Humanmilchbanken in Deutschland erhoben. In einem weiteren Schritt erstellte man hygienisch-infektiologische Standards für Humanmilchbanken und klärte mittels Gutachten deren Rechtsstatus. Für Eltern von Frühgeborenen wurde ein Still- und Milchförderungskonzept entwickelt inklusive Schulungsmaterial für Fachpersonal. 15 Kliniken nahmen an der Studie teil. Im Ergebnis konnte an neun der teilnehmenden Kliniken Humanmilchbanken etabliert werden sowie eine strukturierte Milchbildungsförderung für betroffene Mütter. Der Anteil an Frühgeborenen, die bei der Entlassung mit Muttermilch ernährt wurden, erhöhte sich um elf Prozent. Demgegenüber sank der Anteil formula-ernährter Frühgeborener um etwa neun Prozent. Neben den gesundheitlichen Vorteilen für die Kinder konnten so über sechs Monate 800.000 Euro eingespart werden. Dieser Ansatz zur Verbesserung der Versorgung bei gleichzeitiger Kosteneinsparung wurde vom Innovationsausschuss des G-BA nun an das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und an die Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK) weitergegeben, um die konkrete Umsetzung zu prüfen. Die Frauenmilchbank-Initiative e.V. fordert eine schnelle Überführung in die Regelversorgung. In Deutschland existieren 62 Humanmilchbanken, bei mehr als 200 Perinatalzentren ist man von einer flächendeckenden Versorgung noch weit entfernt.

Quelle: G-BA Pressemitteilung