Mehr Kontrollgefühl gegen Depression
veröffentlicht am 01.10.26

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Depressionen oder posttraumatische Belastungsstörungen betreffen viele Frauen nach der Geburt. Welche Risiko- und welche Schutzfaktoren bestehen also rund um die psychische Gesundheit von Gebärenden? Ein Forschungsteam der University of Jaén in Spanien befragte dazu 300 Mütter, die in den vergangenen sechs Monaten geboren hatten. Es wurden Daten zu Schwangerschaft, Geburt und psychischer Verfassung erhoben. Tatsächlich war weniger der Geburtsmodus oder direkter Hautkontakt nach der Geburt ein Einflussfaktor. Mütter, die das Gefühl der Kontrolle und Unterstützung während Geburt erfuhren, litten im Nachhinein seltener an postpartalen traumatischen Belastungsstörungen (PTBS). Als größter Risikofaktor für eine PTBS entpuppte sich die Nichtbeachtung eines vorhandenen Geburtsplans. Schutzfaktoren waren dagegen eine vorangegangene Geburt sowie ein früher Stillbeginn. Da psychische Erkrankungen postpartum Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Bindung und auch langfristig auf die Gesundheit der gesamten Familie haben, plädieren die Forschenden für eine stärkere Mitbestimmung der Frauen unter der Geburt.
Quelle: Frontiers in Psychology