Muttermilch für die die Nachtruhe
veröffentlicht am 18.09.26

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Die umfangreichen Vorteile des Stillens sind hinreichend bekannt. Nun kommt laut japanischen Forschenden ein weiteres Argument pro Stillen hinzu: Die Schlafdauer des Babys. In einer Studie, die knapp 83.000 Mutter-Kind-Paare umfasste, konnte das Forschungsteam nachweisen, dass das Risiko, mit einem Jahr zu wenig zu schlafen, sank, wenn die Kinder mindestens sechs Monate gestillt wurden. Verglichen wurden Säuglinge, die gestillt wurden, mit Säuglingen, die Flaschennahrung erhielten. Das Schlafbedürfnis bei Neugeborenen ist hoch, selbst Einjährige benötigen noch etwa 11-14 Stunden Schlaf am Tag. Eine zu kurze Schlafdauer kann sich bei Säuglingen negativ auf das Gewicht und spätere Schulleistungen auswirken sowie Verhaltensauffälligkeiten begünstigen. Wie genau sich das Stillen auf den Schlaf auswirkt, ist nicht erforscht. Die Studienautorinnen* vertreten die Theorie, dass die in der Muttermilch enthaltenen Nährstoffe eine Rolle spielen könnten, allen voran Melatonin. Das Hormon reguliert den Tag-Nacht-Rhythmus und unterstützt das Einschlafen sowie die Schlafqualität. Neugeborene können selbst kaum Melatonin herstellen. Muttermilch enthält Melatonin, Formulanahrung dagegen nicht. Eine weitere Theorie betrifft die Aminosäure Tryptophan. Diese kann im Körper mithilfe von Serotonin zu Melatonin umgewandelt werden. Säuglinge erhalten Tryptophan über die Muttermilch oder Formula. Jedoch steigt die Konzentration in der Muttermilch nachts an, bei Formula bleibt sie gleich.