Studie bestätigt Wirkung
Veröffentlicht am 23.03.26
© Pixel-Shot/shutterstock
Keuchhusten bzw. Pertussis tritt in Deutschland immer häufiger auf. Über 25.000 Fälle wurden 2024 gemeldet, ein neuer Höchststand. Am stärksten betroffen sind Säuglinge. Dabei lässt sich die Infektion gut vermeiden – mit einer Impfung. Babys erhalten in Deutschland in den ersten Lebensmonaten eine Grundimmunisierung. Ein Forschungsteam der Charité Berlin der niederländischen Universität Radbound konnte nun in einer Studie die Vorteile unterstreichen, wenn die werdende Mutter sich ebenfalls impfen lässt. Für die Studie erhielten 343 Schwangere in Gambia eine Keuchhusten- und Tetanusimpfung. Die Antikörper werden über die Plazenta weitergegeben und bieten so dem Neugeborenen einen Nestschutz. Die Forschenden konnten Antikörper im Blut und in der Nasenschleimhaut der Säuglinge nachweisen und stellten zudem fest, dass diese dadurch ab der Geburt geschützt waren. Eine Ansteckung kann in über 90 Prozent der Fälle verhindert werden.
Quelle: The Lancet Microbe