Wenn die Geburt beginnt
Veröffentlicht am 07.07.26

© Prostock-studio/shutterstock
Die Mechanismen rund um die Geburt sind zwar erforscht, aber in Teilen noch immer ein Mysterium. So ist beispielsweise nicht klar, was eine Geburt auslöst. Woran lässt es sich festmachen, dass zum Zeitpunkt X Wehen einsetzen und sich der Muttermund öffnet. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Plazenta. Forschende aus den USA haben anhand von menschlichen Gewebeproben und Versuchen an Mäusen herausgefunden, dass ein Baustein möglicherweise das entscheidende Startsignal gibt. Es handelt sich um NAD+. Das Coenzym unterstützt das Zerstören von Prostaglandinen, denn die Konzentration des Hormons darf nicht zu hoch sein, sonst beginnt eine Geburt (im Zweifel frühzeitig). Das Absinken von NAD+ unter einen gewissen Schwellenwert könnte ein Signal für den Geburtsstart darstellen. Denn dann reichern sich Prostaglandine an, wodurch unter anderem Wehen ausgelöst werden. Ob sich die Beobachtungen beim Menschen bestätigen, muss nun weiter erforscht werden. Mit dem Wissen rund um den Geburtsbeginn hofft man, gezieltere Therapien zur Verhinderung einer Frühgeburt zu entwickeln.
Quelle: Science