Depressionen frühzeitig erkennen

Veröffentlicht am 21.01.26

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Depressionen rund um die Geburt betreffen bis zu 20 Prozent der Gebärenden und ihre Partnerinnen*. Oftmals bleiben die Leiden unerkannt und unbehandelt. Das kann jedoch schwerwiegende Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder und die Erwachsenen haben bis hin zum Suizid. Um Symptome frühzeitig zu identifizieren, läuft seit 2023 das Forschungsprojekt UplusE am Klinikum Nürnberg. Die Abkürzung steht für U-Untersuchung plus Eltern. Dabei werden im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen der Kinder Eltern per standardisiertem Screening befragt, welches über eine Praxis-App läuft. Bisher haben 13.000 Männer und Frauen an dem Screening teilgenommen. Über 20 Prozent der Mütter und 15 Prozent der Väter berichten von depressiven Symptomen. Diese werden an ein Netzwerk aus Hilfsangeboten verwiesen, u.a. Psychotherapeutinnen*, Frühe Hilfen oder Selbsthilfegruppen. Langfristiges Ziel ist es, das UplusE-Screening in die Regelversorgung zu überführen. Bereits Mitte 2026, vor Ende der Studie, nehmen die Betriebskrankenkassen das Screening als Zusatzleistung in ihren Katalog für die Versicherten auf. Man ist überzeugt, dass es durch einfache Nutzung digitaler Möglichkeiten zu einer besseren Versorgung führt.

Quelle: Pressemitteilung Klinikum Nürnberg