Nährstoffversorgung des Ungeborenen

veröffentlicht am 25.09.26

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Während einer Schwangerschaft muss bei manchen Nährstoffen besonders auf eine ausreichende Versorgung geachtet werden, mitunter auch durch Nahrungsergänzungsmittel. Dies gilt bekanntermaßen für Folsäure, Jod oder Eisen. Auch Vitamin D spielt eine wichtige Rolle bei der Knochenentwicklung des Kindes. Ein Mangel könnte in Zusammenhang mit Schwangerschaftskomplikationen wie Präeklampsie stehen. Eine aktuelle Studie liefert nun Hinweise darauf, dass Vitamin D sich auch langfristig positiv auf die Kindesentwicklung auswirken kann. Ein Forschungsteam aus Dänemark untersuchte 498 Kinder im Alter von circa zehn Jahren. Deren Mütter hatte während der Schwangerschaft Vitamin D supplementiert. Eine Gruppe erhielt 70 Mikrogramm pro Tag, die andere Gruppe 10 Mikrogramm. Die kognitiven Fähigkeiten der Gruppe mit höherer Vitamin-D-Dosis waren offenbar besser ausgeprägt. Die Kinder erzielten bessere Ergebnisse bei Tests zum verbalen und visuellen Gedächtnis als die Vergleichsgruppe. Keine Unterschiede konnten dagegen bei Intelligenz, motorischen Fähigkeiten und Aufmerksamkeit festgestellt werden. Aber sollte man deshalb Vitamin D in der Schwangerschaft ergänzen? Die Studie liefert lediglich Hinweise auf eine verbesserte Gedächtnisleistung. Ob ein kausaler Zusammenhang besteht, müsste noch weiter erforscht werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine Einnahme von Vitamin-D-Tabletten nur dann, wenn der Körper durch Sonnenlicht selbst nicht genug bilden kann.

Quelle: JAMA Network