Verheerende Folgen

Veröffentlicht am 08.10.26

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Sie ist Standard im Rahmen der ersten Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U3: die Gabe von Vitamin K, das den Neugeborenen als Tropfen verabreicht wird. In Schweden wird das Vitamin, das unter anderem für die Blutgerinnung wesentlich ist, intramuskulär gespritzt. Neben Schweden verzeichnen auch andere Länder wie die USA, Australien oder Großbritannien seit Jahren eine zunehmende Ablehnung der Vitamin-K-Gabe seitens der Eltern. Welche Folgen dies haben kann, hat eine schwedische Studie nun mithilfe von Registerdaten analysiert. In die Untersuchung wurden Daten für über zwei Millionen Lebendgeburten einbezogen. Man ermittelte ca. 24.000 Säuglinge, die kein Vitamin K erhalten hatten. Diese wiesen im Vergleich zu den anderen ein doppelt so hohes Risiko für Blutungen in den ersten sechs Lebensmonaten auf, sogar dreifach erhöht bei Hirnblutungen. Vitamin K schützt vor Blutungen, Babys können es aber kaum speichern. Muttermilch enthält nur geringe Mengen, daher muss es zugeführt werden. Die Studienautorinnen* plädieren für eine stärkere Aufklärungsarbeit bei Eltern und Fachkräften.

Quelle: JAMA Pediatrics